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Formel-E Santiago: Vergne siegt im Schatten der Anden

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Santiago de Chile (CHL), 03.02.2018, 21:24 Uhr
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Santiago de Chile (CHL) [ENA] Das vierte Saisonrennen der ABB-Formel-E in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, gewann der Franzose Jean-Eric Vergne vor seinem Teamkollegen Andre Lotterer (DEU). Damit war es der erste Doppelsieg für das Techeetah-Team, für Vergne war es der zweite Sieg in der aktuellen Saison. Als dritter fuhr Sebastian Buemi (CHE) vor dem Meisterschaftsführenden Felix Rosenqvist (SWE) über die Ziellinie.

Jean-Eric Vergne (FRA) startet von der Pole, direkt vor dem Schweizer Sebastian Buemi. Nelson Piquet (BRA) im Jaguar hatte einen Blitzstart und mogelte sich von Platz drei aussen an Buemi vorbei und schnupperte schon bereits schon an Position eins. Aber an Vergne kam er erstmal nicht vorbei. Nach einer Kollision kurz nach dem Start im hinteren Feld gab es eine Safety-Car Phase, damit die umherliegenden Teile von der Strasse entfernt werden konnten. Es ist der erste Formel-E Grand Prix in der 7 Millionen Stadt am Fuße der Anden.

Der Restart verlief unspektakulär. Vergne führte vor Piquet und auf Platz drei im Techeetah Monoposto war Andre Lotterer (DEU). Buemi fiel auf den vierten Platz zurück. Trotz der zum Teil breiten Strasse des 2,7 Kilometer langen Kurs, gab es am Anfang des Rennens noch wenig Überholmanöver. Vergne konnte sich zwischenzeitlich mit einem Abstand von 2,6 Sekunden etwas von Piquet absetzen. Zur Rennhalbzeit pflügte Lucas di Grassi (BRA) durch das Feld und stürmte auf Platz 7 vor. Sein Einsatz wurde allerdings nicht belohnt, direkt nach dem Fahrzeugwechsel musste er seinen Boliden wegen eines technischen Defektes abstellen. Wieder keine Punkte für den aktuellen Champion.

In Runde 19 fuhr das halbe Feld in die Boxengasse für den Fahrzeugtausch. Eine Regelneuheit wurde erstmals in Santiago angewandt. Es gibt keine Mindestzeit mehr für den Tausch der Fahrzeuge. Ein kleiner Vorteil für Piloten mit geringer Körpergröße. Dadurch werden die Wechsel deutlich schneller und das Rennen spannender. Nach den Boxenstopps führten Vergne und Lotterer das Feld an und lieferten sich ein teaminternen Kampf um die Spitze. Lachender dritter war Buemi, der mittlerweile sich an die dritte Position vorgefahren hat. Sechs Runden vor Schluss startete Piquet einen Überholversuch gegen Buemi, verbremst sich aber und fiel auf Rang sechs zurück.

In Runde 33 von 37 stockte dem Team-Manager von Techeetah der Atem. Lotterer an zweiter Stelle liegend, rutschte während der Abbremsphase in den führenden Teamkollegen Vergne ins Heck. Aber es lief alles gut, beide Fahrzeuge konnten unbeschädigt weiterfahren. Hinter den beiden tobte ein Dreikampf zwischen Buemi, Rosenqvist und Bird, den letztendlich der Schweizer Buemi aus dem Renault e.dams Team für sich entscheiden konnte.

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