Mittwoch, 17.10.2018 17:39 Uhr

Flott der "Retter in Organge" vergrößert

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Donauwörth/Bonn, 31.07.2018, 10:02 Uhr
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Symbolbild - Christoph 3/Köln
Symbolbild - Christoph 3/Köln  Bild: Klaus Köhnen

Donauwörth/Bonn [ENA] Der Bund, vertreten durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), konnte am Freitag, 27. Juli, zwei neue Zivilschutz Hubschrauber (ZSH) vom Typ H135 im bayrischen Donauwörth, bei Airbus Helicopters übernehmen. Damit besteht die Flott der ZSH nun aus 18 Maschinen.

Der Vizepräsident des BBK, Dr. Thomas Herzog übernahm die neuen Maschinen gemeinsam mit dem Leiter der Bundespolizei-Fliegergruppe, Thomas Helbig. Die Bundespolizei stellt für die Zivilschutz Hubschrauber, die Piloten und die technische Wartung. Die orngefarbenen Hubschrauber, mit dem Funknamen "Cristoph" sind täglich von verschiedenen Standorten in der Luft um bei Notfalleinsätzen den bodengebunden Rettungsdienst zu unterstützen. Das Bundesministerium des Innern ist seit rund 47 Jahren in der Luftrettung engagiert.

Spezielle Aufgaben der Zivilschutz-Hubschrauber

Die zu Beginn der Indienststellung von Hubschraubern für den Zivilschutz angedachte Aufgabe, nämlich als Führungsinstrument im Spannungs- und Verteidigungsfall zur Verfügung zu stehen, hat sich gewandelt. Die genannte Aufgabe sowie die Heranführung von Spezialisten und Material zur Erkundung von Einsatzstellen ist zwar geblieben aber die weitaus überwiegende Zahl der Flüge dient der Unterstüzung im Rettungsdienst. Hier wird oft der Notarzt angefordert, da er erheblich schneller vor Ort sein kann als der bodengebundene Kollege.

Die Maschinen im Bereich Zivilschutz werden durch das BBK beschafft und verwaltet. "Die Luftrettung ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Rettungswesens. Wir freuen uns, dass es mit den neuen Maschinen nun verstärkt wurde. Dafür bedanken wir uns bei der Bundespolizei, dem Beschaffungsamt und Airbus Helicopters für die gute Zusammenarbeit. Der Bund engagiert sich seit nunmehr 47 Jahren in der Luftrettung und wird dies auch in Zukunft tun", sagte Dr. Thomas Herzog bei der feierlichen Übergabe.

Besondere Leistung für besondere Einsätze

Die neuen Maschinen vom Typ HC 135 sollen an den Luftrettungszentren Traunstein und Kempten stationiert werden und die bisherigen Maschinen des Typs EC135 T2i ersetzen. Mit der verbesserten Triebwerksleistung und der Flugsicherheit ist dieser Hubschrauber besonders für die Einsätze in Höhen- und Bergregionen geeignet. Zusätzlich zur, auf allen Maschinen verfügbaren medizinischen Ausrüstung, sind die neuen Maschinen mit einer Rettungswinde ausgestattet. Diese erlaubt es der Besatzung in Not geratene Menschen aus schwer zugänlichem Gleände zu retten. Trotz der höheren Leistung sind die neuen "Chistophs" leiser als ihre Vorgänger.

Intensive Vorbeitung

Bevor die neuen "Retter in Orange in den Einsatzdienst gehen, werden die Crewmitglieder der ZSH sorgfältig geschult und auf die neuen Maschinen eingewiesen. Besonders gilt dies für die Arbeit mit der Rettungswinde. Auch die Piloten, die die Bundespolizei stellt, müssen auf das neue Hubschraubermodell geschult werden. Zur Besatzung gehört neben der Pilotin oder dem Piloten ein Notarzt sowie rettungsdienstliches Personal, welches von den Hilfsorganisationen gestellt wird. Die technische Wartung übernimmt, wie bei den anderen ZSH, die Bundespolizei.

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