Montag, 21.05.2018 03:23 Uhr

Nepal: Es wurde viel getan und es bleibt viel zu tun

Verantwortlicher Autor: Aktion Deutschland hilft Bonn, 20.04.2018, 18:52 Uhr
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Bonn [Aktion Deutschland hilft] Drei Jahre nach dem Erdbeben haben Hilfsorganisationen für die Menschen in Nepal viel getan, aber es bleibt auch weiterhin viel zu tun. Die Naturkatastrophe hat in dem Himalaya-Staat, wie so oft in Entwicklungsländern, zu einer Kette von Folgeproblemen geführt und bestehende Probleme verstärkt. Die langfristige Überwindung von Armut, Hunger und Migration bleibt auch weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben.

Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ leisteten direkt nach dem Erdbeben 2015 Nothilfe und begannen mit dem Wiederaufbau – zum Teil vor dem Hintergrund großer Herausforderungen, die auch heute noch zu Verzögerungen führen. Langwierige staatliche bürokratische Prozesse und der große Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften sind zwei der wichtigsten Faktoren, mit denen Hilfsorganisationen vor Ort bereits seit drei Jahren umgehen müssen.

„Wir unterstützen die Bevölkerung mit Einkommen schaffenden Maßnahmen und Trainingsprogrammen, in denen Menschen lernen können, wie man Häuser erdbebensicher baut. Weitere Beben sind nicht ausgeschlossen, deswegen ist die Katastrophenvorsorge sehr wichtig“, sagt Felix Neuhaus, der während des Erdbebens Büroleiter von AWO International war, und heute als Koordinator für die Humanitäre Hilfe tätig ist.

Wie auch andere Bündnisorganisation von „Aktion Deutschland Hilft“ hat AWO International bereits vor 2015 Hilfe in Nepal geleistet. Denn schon vor der Katastrophe war das Land eines der ärmsten der Welt. Etliche Nepalesen verlassen jeden Tag ihre Heimat, um der Armut zu entfliehen und im Ausland Arbeit zu finden. Viele von ihnen geraten auf ihrem Weg in die Hände von Menschenhändlern und Schleppern, welche die verzweifelte Situation der Menschen ausnutzen. Vor allem Frauen und Kinder sind von den Gefahren betroffen. Und nach den Erdbeben hat sich die Zahl der Betroffenen noch erhöht.

Auch hier helfen die Bündnisorganisationen: „Wir leisten Aufklärungsarbeit zu den Themen Menschenhandel und irreguläre Arbeitsmigration, denn viele Menschen verloren nach dem Erdbeben ihr Haus sowie Hab und Gut und versuchten im Ausland Arbeit zu finden, um ihre Familien zu versorgen“, so Neuhaus. Seit dem Erdbeben hat „Aktion Deutschland Hilft“ Spenden in Höhe von rund 26 Millionen Euro für die Menschen in Nepal gesammelt. Von diesen Spenden wurden zum Beispiel Zelte verteilt, sauberes Trinkwasser bereitgestellt und Trümmer entsorgt. Heute bauen die Bündnisorganisationen unter anderem Häuser wieder auf und bilden die nepalesische Bevölkerung zu Maurern aus.

Am 25. April 2015 bebte in Nepal mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala die Erde. Es folgten wochenlange Nachbeben – das verheerendste am 12. Mai mit einer Stärke von 7,2. Laut der nepalesischen Regierung kamen fast 9.ooo Menschen ums Leben. Mehr als 600.000 Häuser wurden komplett zerstört und Millionen von Menschen verloren ihre Lebensgrundlage. Die Bündnisorganisationen sind weiterhin tätig.

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V. „Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de

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