Dienstag, 19.06.2018 20:21 Uhr

35. Weinfest an der Römerkelter

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Ungstein, 13.06.2018, 21:28 Uhr
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Ungstein [ENA] Wie vor 2000 Jahren feiern die Römer vom Weilberg mit ihren Freunden in Ungstein bei Bad Dürkheim auf dem Gelände des Römischen Weinguts Weilberg vom 22. – 25. Juni das 35. Weinfest an der Römerkelter. Sie feiern mit besonders großer Freude, denn die größeren Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen am Südostflügel des Herrenhauses sind weitgehend abgeschlossen. Die einstige Größe der Villa rustica ist nun real.

"Genieße den Tag und verlasse dich wenig auf den folgenden", das ist einer der Wahlsprüche des Festkomitees. Zur Erinnerung: Das Deutsche Weininstitut (DWI) Mainz erklärte Anfang Juni 2010 das Römische Weingut Weilberg zu einem „Höhepunkt der Weinkultur“, d.h. zu einem Ort, an dem man Weingeschichte fühlen kann. Die in den letzten 30 Jahren vorgenommenen baulichen Ergänzungen erleichtern den Rückblick in die antike Welt. Die Besucher des Weinfestes können ohne viel „Remmidemmi“ beim Glas Wein zwischen den Reben sitzend ihre Seele baumeln lassen oder sie, beim Gottesdienst, am Sonntagmorgen, den 24. Juni um 10:00 Uhr, auf den rechten Weg bringen.

Viele Vereine engagieren sich, denn der Erlös dient der weiteren Sicherung des Freilichtmuseums "Römisches Weingut Weilberg” in Ungstein. Bei 34 Weinfesten an der Römerkelter leisteten die Mitglieder der Ungsteiner Vereine: Bauern- und Winzerschaft, Gesangverein, Trachtengruppe, Turnverein später noch „die 21er“sowie die Jagdhornbläser Bad Dürkheim und die Museumsgesellschaft Bad Dürkheim unentgeltlich über 30 000 Helferstunden. Die positiven Ergebnisse der Feste waren Anstoß und Vorrausetzung für die Sicherung und die Restaurierung des Römischen Weingutes Weilberg sowie die Förderung durch die EU, die Ministerien für Wirtschaft und Kultus Mainz, den Bezirksverband, Kreis und Stadt Bad Dürkheim und Kreditinstitute sowie Private.

Bei dem Fest kann der neue Aufbau des südlichen Teils des Herrenhauses mit Säulen und Turm besichtigt werden. In Verbindung mit den auf der Oberfläche der Mauern verlegten Steinplatten ist nun die bedeutende Größe des einst über 150 m langen Gebäudezuges erkennbar, obwohl einige Teile unter dem östlich verlaufenden Wirtschaftsweg und westlich unter den Weinbergen liegen. Sie belegen mit Rekonstruktionszeichnungen die Größe und damit die wirtschaftliche Kraft der Römer vor 2000 Jahren noch eindrucksvoller.

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