Samstag, 21.04.2018 17:07 Uhr

Hakenkreuz leuchtet in Lettland auf

Verantwortlicher Autor: Barbara Bierbrauer Seoul-Saldus, 21.12.2017, 11:39 Uhr
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Seoul-Saldus [ENA] Anderseits hat Saldus eine blutige Vergangenheit. Im Zweiten Weltkrieg kämpften hier Tausende Wehrmachtssoldaten, unterstützt von der 15.ten Lettischen SS Legion, gegen die Rote Armee. Die Verluste auf beiden Seiten waren beträchtlich und heute sind bei Saldus ca. 22.000 Kriegsgefallene in der größten Kriegsgräberstätte in den baltischen Ländern begraben.

Gemäß den lettischen Gesetzen ist das benutzen der Nazi-Symbolik in Lettland seit 2013 verboten. Allerdings, als Saldus` Polizeichef Rolands Marģelis ENA erklärte, verbietet das Gesetz das Benutzen der Nazi-Symbolik nur bei öffentlichen Veranstaltungen. “Bedauerlicherweise ist diese Benutzung für private Zwecke laut dem Gesetz zulässig”, so Marģelis. Auch die Stadtverwaltung ist gegen das Erstrahlen des Hakenkreuzes machlos. Dina Neimeta, Sprecherin der Saldus’ Stadtverwaltung erklärte folgendes: “Das Gesetz verbietet das Benutzen der Nazi-Symbolik nur bei öffentlichen Veranstaltungen. Entscheidet sich eine Privatperson, diese Zeichen zu benutzen, besteht für uns kein Grund zur Handlung.”

Somit werden die letzten Tage vor Weihnachten in Saldus nicht nur von der warmen Strahlen der Weihnachtssterne, sondern auch von einem überlebensgroßen Hakenkreuz mitten im Stadtzentrum erleuchtet. Saldus könnte die erste moderne Stadt in der Europäischen Union werden, wo das Tragen und öffentliches Benutzen der Nazi-Symbolik offiziel genehmigt wurde und in das Stadtbild integriert wird.

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