Montag, 30.11.2020 04:57 Uhr

Alternative Behandlung von COVID-19

Verantwortlicher Autor: Bianca Bell-Chambers Korschenbroich, 17.06.2020, 14:21 Uhr
Presse-Ressort von: Bianca Bell-Chambers (BBC) Bericht 8376x gelesen
SARS-COV-2 & COVID-19
SARS-COV-2 & COVID-19  Bild: Bianca Bell-Chambers

Korschenbroich [ENA] Vitalstoffe sind Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien, die der Körper für die Bildung und Funktion der Zellen benötigt. In der Vorbeugung sowie im Falle einer Erkrankung kann sich ein Defizit nachteilig auf den Verlauf auswirken. Was sagt die Studienlage?

Studien weisen auf eine nützliche Unterstützung der lebensnotwendigen Vitalstoffe bei COVID-19 Patienten. Vitamin C hat sich in Studien als gute Prophylaxe gegen Erkältungskrankeiten und erwiesen, da es Erkältungssymptome mindern konnte, https://t1p.de/0t3t Eine laufende Studie in Wuhan überprüft die Wirksamkeit von intravenös appliziertem Vitamin C bei Patienten mit schwerer COVID-19 Pneumonie: https://t1p.de/6wuq

Zwar liegen noch keine abschliessenden Ergebnisse vor, an der Studie beteiligte Ärzte sollen sich aber positiv über die Wirkung bei COVID-19 Patienten geäußert haben: https://t1p.de/6uj9 Laut MedicineNet soll es aktuell drei Studien geben, welche die Wirksamkeit des Einsatzes von intravenösem Vitamin C überprüfen. Demnach sollen die vorläufigen Ergebnisse der Studien vielversprechend sein. https://t1p.de/tsdh

Vitamin C soll eine Entzündungsreaktion reduzieren, die sich auch positiv auf den Verlauf von COVID-19 auswirken könnte. Der hochdosierte Einsatz bei CoVID-19-Patienten habe den Krankheitsverlauf erheblich verbessert und die Sterberate verringert, heißt es. Intensivpatienten in New Yorker Kliniken erhalten der New York Post zufolge hochdosiertes Vitamin C. https://t1p.de/gch2

Der New Yorker Lungenfacharzt und Intensivmediziner Dr. Andrew G. Weber sagt im Interview: "Die Patienten, die Vitamin C erhielten, schnitten signifikant besser ab als diejenigen, die kein Vitamin C erhielten. Es hilft enorm, aber es wird nicht hervorgehoben, weil es keine sexy Droge ist." Es gibt weitere Studien zu anderen Vitaminen, die sich vielversprechend zeigen.

Vitamin D soll eine entscheidende Rolle bei dem Verlauf von COVID-19 spielen. Experimente und Forschungen zeigten, dass Vitamin D die Reaktion des Immunsystems durch seinen Einfluss auf die Produktion und Herstellung von Immunmolekülen, die als Zytokine bekannt sind, verändern kann. Vitamin D erhöht die Produktion entzündungshemmender Moleküle und vermindert die Produktion entzündungsfördernder Moleküle. Dies kann sich positiv auf die individuelle Immunantwort auswirken und Zytokinstürme vermindern.

Laut einer großen klinischen Querschnittstudie nimmt das Risiko einer Atemwegsinfektion mit abnehmendem Vitamin-D-Spiegel zu. Dabei war der Effekt bei vorhandener Lungenerkrankung überproportional: https://t1p.de/hdee "Wir müssen alle verfügbaren Instrumente einsetzen, um die Übertragungen von COVID-19 zu reduzieren. Vitamin D ist ein starker immunmodifizierender Mikronährstoff, und wenn der Vitamin D-Status ausreicht, könnte dies von Vorteil sein."

"Mehrere Gruppen von Forschern aus verschiedenen Ländern haben festgestellt, dass die kranksten Patienten häufig die niedrigsten Vitamin D-Werte aufweisen und dass in Ländern mit höheren Sterblichkeitsraten mehr Menschen mit Vitamin D-Mangel leben als in Ländern mit niedrigeren Sterblichkeitsraten." https://t1p.de/cufa Ein gesunder Vitamin-D-Blutstatus soll einen Vorteil gegenüber Defiziten geben, da er hilft, Zytokinstürme durch eine überschiessende Immunreaktion zu vermeiden.

Gemäß einer niederländischen Vorabveröffentlichung werden schwere COVID-19-Verläufe in Zusammenhang mit einem niedrigen Vitamin K2-Spiegel gebracht: https://t1p.de/gtrr Ein Biomarker, der in schweren COVID-19-Verläufen einen schlechten Vitamin-K-Status widerspiegelt konnte identifiziert werden. Über eine Korrelation zwischen einem verringerten Vitamin-K-Status und einem schlechten Ausgang sowie einem beschleunigten Abbau elastischer Fasern wird berichtet. Laut einer Studie aus 2019 ist ein niedriger Vitamin-K-Status mit einem erhöhten Elastinabbau auch bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen verbunden. https://t1p.de/gjia

Jüngste Entdeckungen einer Studie weisen den Weg zu wirksamen nutrazeutischen Maßnahmen zur Potenzierung der Typ-1-Interferonantwort auf RNA-Viren: https://t1p.de/jtqu In Anbetracht der Pandemie wird vorgeschlagen, Spirulina (oder eines mit PCB angereicherten Spirulina-Extrakts), eines Phase-2-Induktors (wie Ferulasäure, Liponsäure oder Sulforaphan), N-Acetylcystein, Selen und hochdosiertes Glucosamin in ausreichender Menge zu verabreichen, um RNA-Virusinfektionen zu verhindern und zu kontrollieren. (Anm. fürs Fachpublikum: Die Signalfunktionen von TLR7 und MAVS sollen bei der Hervorrufung der Typ-1-Interferonproduktion verstärkt werden).

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz wurden einige Mittel gefunden, die ACE-2 Rezeptoren für SARS-CoV-2 blockieren könnten, indem sie an die Spike-Proteine des Virus binden, oder an die menschlichen ACE-2 Rezeptoren und so den Zugang zur Zelle für SARS-CoV-2 blockieren: https://t1p.de/y2pu Darunter sind Quercetin, Luteolin-Monoarabinosid, Eriodictyol. Cepharanthin und Hypericin sind Naturstoffe, die ebenfalls Gegenstand der Studie waren und sich als nützlich erwiesen, die Erkennung und Bindung vom Virus S-Protein an den menschlichen ACE-2-Rezeptor einzuschränken.

In Canada wird offiziell erforscht, ob medizinisches Cannabis die Folgen einer COVID-19-Infektion vermindern kann: https://t1p.de/71nm Dr. Mohan Cooray, President und CEO von Cannalogue bemerkt: „Cannabinoidrezeptoren kommen natürlicherweise auf Immunzellen im Körper vor. Wenn sie vor einer Infektion stimuliert werden, kann die folgende Entzündungsreaktion gedämpfen werden, was ein Schlüsselfaktor für die Schwere der bei Patienten beobachteten Symptome ist."

Sowohl die Lunge als auch das Bronchialgewebe enthalten Boten-RNA (mRNA) für Cannabinoid-Rezeptor 1 und 2. Diese Rezeptoren sind Bindungsstellen für Cannabinoide an (Nerven-)Zellen. Ebenso wurde mRNA für beide Rezeptoren auch in Alveolarmakrophagen - den sogenannten "Staubzellen" der Lungenbläschen - und Leukozyten, den weißen Blutkörperchen, in der Lunge gefunden. Das Endocannabinoidsystem, welches Teil des menschlichen Nervensystems ist, scheint demnach auch innerhalb der Atemwege zu agieren.

In einer an einem Tiermodell durchgeführten Studie zur Wirkung von Cannabidiol (CBD) auf Asthma heißt es: "Wir zeigen hier eine schützende Wirkung von CBD auf die Entzündungsreaktion in einem Tiermodell von Asthma; Sowohl die Th1- als auch die Th2-Reaktion werden durch die CBD-Behandlung abgestumpft. Dieser Befund steht im Einklang mit einer kürzlich durchgeführten Studie, in der gezeigt wurde, dass CBD starke immunsuppressive und entzündungshemmende Eigenschaften aufweist." https://t1p.de/480y

Furin-Protease-Inhibitoren - das sind Moleküle, welche Proteine spaltende Enzyme hemmen und damit den Abbau von Proteinen verhindern - sollen die COVID-19-Infektiösität verringern. Mehrere Flavonoide, wie Baicalein, Chrysin, und Rutin scheinen hierfür nützlich. Glycyrrhizin oder Glycyrrhizinsäure ist ein Saponin und Triterpenoid, das natürlicherweise in der Wurzel der Süßholzpflanze vorkommt. Das Glycosid, das zur Herstellung von Lakritz verwendet wird, ist aber auch in anderen Pflanzen wie der Frucht des Grapefruitbaums enthalten. Es hat sich bei SARS-CoV als wirksam bei der Unterdrückung der Virenreplikation erwiesen und könnte bei SARS-CoV-2 experimentell angewandt werden. https://t1p.de/3387

Neben der Erforschung von Medikamenten und Impfstoffen gibt es zahlreiche potentielle Vitalstoffe und Heilpflanzen, die erfolgsversprechend sein können. Defizite bestimmter Substanzen scheinen im Zusammenhang mit schweren COVID-19-Verläufen zu stehen und können unter bestimmten Bedingungen ausgeglichen werden. Weitere Studien sind notwendig, um die Wirksamkeit zu belegen. Eine ausgewogene Ernährung und der Ausgleich fehlender Stoffe scheint im Zweifel als prophylaktische Maßnahme sinnvoll.

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