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Effektiv heizen mit Bild?

Verantwortlicher Autor: Bianca Bell-Chambers Korschenbroich, 14.11.2016, 20:00 Uhr
Presse-Ressort von: Bianca Bell-Chambers (BBC) Bericht 6117x gelesen
Wärmetest per Infrarotkamera
Wärmetest per Infrarotkamera  Bild: Bianca Bell-Chambers

Korschenbroich [ENA] Infrarotheizungen gibt es bereits seit längerem. Neu ist die dekorative Aufbereitung der Heizquellen in Form von Wand- und Standbildern. Was taugen diese Heizungen im Alltagstest wirklich und welche Vor- und Nachteile gibt es gegenüber herkömmlichen Heizungen?

Herbststimmung im Infrarotbild

Von zwei Anbietern habe ich drei Infrarotheizungen in Form von Bildern bestellt. Zwei Heizungen haben je 900 Watt. Sie sollen einen Raum um die 10 m2 als alleinige Heizquelle erwärmen. Sie sind mit Rahmen 121 cm breit und 81 cm hoch und dekorativ. Die dritte Heizung verfügt über 700 Watt, soll ebenfalls einen 10 m2 Raum heizen und ist inklusive Rahmen 104 cm breit und 64 cm hoch.

Als Bilder lassen sie sich an die Wand hängen. Befestigungen dafür werden mitgeliefert. Aufgrund des geringen Gesamtgewichts von 1,5 bis 2,5 lassen sich sie auch problemlos an zwei in die Wand gehämmerten Nägeln aufhängen. Die beiden 900 Watt Bilder werden laut Verkäufer in Deutschland hergestellt. Zum Herstellungsort des 700 Watt Bildes gibt es keine näheren Angaben.

Die Infrarotheizungen bestehen aus mehreren Schichten. Auf der Rückseite der Bildheizungen sind eine Außenschicht und eine Isolierschicht angebracht. Dann folgt eine Reflektionsschicht und eine Heizschicht. Durch diesen Aufbau wird die Wärme in den Raum geleitet. Die Hersteller gewähren 5 bis 8 Jahre Garantie. Die 900 Watt Heizungen kosteten je 169,90 €, die 700 Watt Heizung 125 € inklusive Versand.

Alle drei Heizungen kommen gut verpackt und heil bei mir an. Der Aufbau ist denkbar einfach: Nach dem Auspacken an die Wand hängen und den Stecker in die Steckdose stecken - fertig. Alles in allem dauert es kaum länger als fünf Minuten. Sofort erwärmt sich die Oberfläche des Bildes. Die Infrarotstrahlung wird durch Karbon-Heizfolien erzeugt. Elektromagnetische Schwingungen setzen die Moleküle in Bewegung. Durch Reibung der Moleküle entsteht Wärme. 

Die Wärme ist sehr angenehm und wohltuend. Bei der ersten Benutzung merke ich erst als ich den Raum kurz verlasse und wieder betrete, wie stark die Wärmeabgabe ist. Im Gegensatz zu standardisierten Heizkörper wird nicht die Luft erwärmt, sondern die im Raum befindlichen Organismen und Gegenstände speichern die Wärme und geben sie wieder ab. Das führt insbesondere bei Asthmatikern und Allergikern zu weniger Belastung. Die Schleimhäute trockenen nicht aus, da die Luftfeuchtigkeit im angenehmen Bereich bleibt.

Wärmeverteilung nach einer halben Stunde

Als kritischen Punkt bringe ich die Wärmeverteilung innerhalb des Bildes an. Nach Begutachtung mit der Infrarotkamera lässt sich eine ungleiche Wärmeverteilung bei der getesteten Infrarotheizung feststellen. Während das Bild auf der Seite der Zuleitung des Stroms noch relativ gleichmässig verteilt ist, erwärmt sich die Oberfläche auf der gegenüberliegenden Seite um maximal 20 Grad weniger. Auch nach mehreren Stunden im Betrieb ändert sich die Wärmeverteilung nicht. Ob das so sein soll, kann ich nicht beurteilen und werde beim Hersteller nachfragen.

Besonders gefällt mir die kaum beeinträchtigende Wirkung der Wärme auf die Atmung. Auch für Rheumatiker ist die Wärme angenehmer und durchdringender als bei herkömmlichen Heizungen. Lange nachdem die Heizung ausgestellt ist, wird noch eine dezente Wärme in den Raum abgegeben. Unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses gibt es eine klare Kaufempfehlung. Ein vergleichbares Deko-Bild in der Größe der Bildheizungen würde kaum weniger kosten. So lohnt sich der Kauf auch schon allein deshalb.

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