Sonntag, 22.04.2018 20:25 Uhr

Eine Region sieht rot

Verantwortlicher Autor: Johannes Scholz Görlitz, 21.12.2017, 11:38 Uhr
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Görlitz [ENA] Der geplante Stellenabbau und Werksschließungen der Konzerne Siemens und Bombardier in Görlitz hat zu massiven Protesten unter Belegschaftsmitgliedern und Firmenchefs von betroffenen Zulieferbetrieben geführt. Politiker aller Parteien, Vertreter der Kirchen und die IG Metall appellierten an die Vorstände der genannten Konzerne, das Ausbluten der Region durch die Abwanderung von Fachkräften unbedingt zu verhindern.

Für die Region hätte der gravierende Stellenabbau und die Schließung des Siemens Standortes Görlitz gravierende Folgen. Gut ausgebildete Fachkräfte würden abwandern und damit die Kaufkraft erheblich sinken, Zulieferbetriebe müssten ebenfalls Einbußen hinnehmen und die Region Oberlausitz wäre schmerzhaft von diesem Aderlass betroffen. Seit Wochen regt sich aber Widerstand. Der Betriebsrat, die IG Metall, Landes- und Kommunalpolitiker, Vertreter der Kirchen und Firmenchefs haben de Vorstände von Siemens und Bombardier aufgefordert, die Entscheidungen zu den Entlassungen und Werksschließungen zu überdenken. Michael Kretschmer, der neue sächsische Ministerpräsident, hat am Wochenende den Betroffenen seine Unterstützung ausdrücklich zugesagt.

Viele Görlitzer Bürger haben sich mit den Betroffenen solidarisch erklärt und durch Menschenketten, Plakate sowie Leserbriefe in den regionalen Zeitungen ihrer Empörung über das Verhalten der Konzernvorstände von Siemens und Bombardier zum Ausdruck gebracht. Auch die amtierende Bundeswirtschafts-ministerin, Brigitte Zypries, macht enormen Druck auf die Seite der Arbeitgeber.

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